Sein Grundsatz: Möglichst viel Wirklichkeit einfangen

Robert Klements höchst erfolgreiche Reise nach Armenien

Von Joseph Rain, NÖ Nachrichten 01/1994

ST. PÖLTEN. - Im Ausland wird er mehr geschätzt als in der Heimat – der Jugendbuchautor Robert Klement. Die Reise nach Armenien wurde zum Erlebnis.

Robert Klement mit Studentinnen der Universität EriwanGroße Begeisterung gab's für Robert Klement in Armenien, als er sein Buch über die Erdbebenkatastrophe – „Die Kinder von Leninakan“ – vorstellte. Auf unserem Bild erfüllt er Autogrammwünsche von Studentinnen der Universität Eriwan.

„Literatur und Schriftsteller haben dort einen anderen Stellenwert. Die nach Kultur ausgehungerten Menschen lesen oft bei Kerzenlicht“, beschreibt der St. Pöltner Autor und Lehrer sein anfängliches Erstaunen über diese Buchbegeisterung. Der österreichische Gast traf bei allen Lesungen auf eine Welle der Sympathie. Im größten Theater Eriwans wurde er bei einer Veranstaltung gefeiert. Presse und Fernsehen berichteten in mehreren Beiträgen über seinen Besuch.
Klement wurde für sein Buch „Die Kinder von Leninakan“ geehrt, welches sich mit dem schweren Erdbeben von 1988 beschäftigt. Diese Katastrophe zerstörte unter anderem auch die armenische Stadt Leninakan. Klement ging es vor allem um die Opfer. Sein Vorbild beim Schreiben war „Sadako will leben“ von Karl Bruckner. „Dieser Roman hat mich in meiner Jugend ungeheuer beeindruckt, weil er historische Ereignisse aus der Sicht derjenigen schildert, die darunter am meisten zu leiden haben“, erinnert sich der erfolgreiche Autor noch genau.
Seinem Grundsatz, möglichst viel Wirklichkeit in ein Buch einzufangen, möchte er treu bleiben. Das neue Thema steht bereits fest: Straßenkinder in Rio de Janeiro. Zwei Sommer lang hat er dafür dort recherchiert.

AKTUALISIERT AM: 15−12−2017 
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